Justizvollzug05.04.2023
IS-JV hat technischen Durchstich erreicht
2 Minuten Lesezeit
Gegen Ende des vergangenen Jahres hat das Projekt zum Service Informationssystem Justizvollzug (IS-JV) mit dem technischen Durchstich einen äusserst wichtigen Meilenstein erreicht. Diesem positiven Ereignis stehen einige Pendenzen gegenüber, welche ins 2023 übernommen und zeitnah erledigt werden müssen.
Mit Blick zurück aufs 2022 stellt im IS-JV-Service zweifellos der technische Durchstich das grosse Highlight dar. Alle nötigen und entwickelten Komponenten konnten erfolgreich zu einem Gesamtsystem verbunden werden. Konkret bedeutet das, dass die relevanten Justizvollzugsdaten aus der Fachapplikation über die erweiterte eCH-0051-Schnittstelle an das zentrale IS-JV-System (newSys) geliefert werden können. Dort erfolgt die Verarbeitung und Bereitstellung der Informationen für die Verwendung in den Webservices zur Personen- beziehungsweise Platzsuche. Die Integration dieser Suchservices in der Fachapplikation bildet letztlich das schliessende Element im angestrebten Datenkreislauf. Somit lassen sich die Personen- beziehungsweise die Platzsuche von IS-JV innerhalb der Fachapplikation Gina verwenden.
Aus technischer Sicht sind damit zwei (von drei) Hauptziele des Projekts erreicht und damit auch ein erster Teil der Basis für einen Pilotbetrieb geschaffen. Hierfür ausstehend ist noch die Überführung der einzelnen Komponenten in eine Betriebsumgebung, welche den datenschutzrechtlichen Anforderungen genügt. Die entsprechenden konzeptionellen Arbeiten sind weit fortgeschritten und werden in den kommenden Wochen in die Praxis umgesetzt.
Als eine weitere Pendenz gilt es, JURIS als die zweite für Pilotbetriebe vorgesehene Fachapplikation auf den oben beschriebene Stand zu bringen. Nebst der Finalisierung der Datenextraktion steht hier die Integration der Suchservices noch an.
Das grosse Ereignis in diesem Jahr stellt die Produktivsetzung von IS-JV für erste Kantone dar. Dafür müssen die Erkenntnisse aus den Pilotbetrieben in die nächsten Versionen der eingesetzten Software-Komponenten einfliessen.
Des Weiteren geht es 2023 darum, das Zusammenspiel mit weiteren Datenbezügern wie dem SKJV oder dem BFS zu klären und die bestehenden Prozesse zu optimieren. Auch für diese Parteien soll die manuelle Arbeit in Zukunft durch die Unterstützung des Services IS-JV auf ein Minimum reduziert werden.
Als drittes Themenfeld werden die wiederaufgenommenen Arbeiten im Zusammenhang mit den tagesaktuellen Statistiken und periodischen Reports fortgeführt. Nebst der konkreten Ausgestaltung der Informationsvisualisierung wird die Frage nach einem geeigneten Software-Tool geklärt.
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