HIS10.06.2026
Eine neue stellvertretende Direktorin verstärkt das HIS-Führungsteam
3 Minuten Lesezeit
Mariana Vilpoux verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in der Digitalisierung und im öffentlichen Dienst. Seit dem 1. März 2026 hat sie die Funktion als stellvertretende Direktorin des Kompetenzzentrums digitale Transformation in der Strafjustiz inne und arbeitet an der Seite von Jens Piesbergen. Sie beabsichtigt, die lateinische Schweiz stärker bei HIS zu verankern und will sich unter anderem den Herausforderungen rund um das Thema der künstlichen Intelligenz stellen.
Sie haben am 1. März Ihre Stelle als stellvertretende Direktorin bei HIS angetreten. Wie sah Ihr bisheriger beruflicher Weg aus?
Als ausgebildete Ingenieurin habe ich bei einer Beratungsfirma angefangen, bei der ich Projekte zur digitalen Transformation im öffentlichen Sektor begleitete. Danach führte mich mein Weg in den humanitären Bereich, wo ich beinahe fünfzehn Jahre beim IKRK arbeitete, zunächst dezentral als Verwaltungs- und Finanzverantwortliche, später am Hauptsitz in Genf als Leiterin «Data & Analytics». Mit meiner Familie bin ich in Freiburg wohnhaft und arbeitete dort ab 2023 in der kantonalen Verwaltung, wo ich während zweieinhalb Jahren an Digitalisierungsprojekten in verschiedenen Diensten mitgewirkt habe.
Was hat Sie dazu motiviert, diese Funktion bei HIS zu übernehmen?
Ich hatte Lust, mich grösseren Herausforderungen zu stellen. Dabei erschien mir die Digitalisierung der Strafjustiz in ihrer durch den Föderalismus bedingten Komplexität besonders reizvoll. Die Rolle der stellvertretenden Direktorin ermöglicht mir, mich sehr unterschiedlichen Gesprächspartnerinnen und -partnern zu widmen, während ich gleichzeitig mit eher technischen Aspekten jongliere – und dies in Zusammenarbeit mit einem dynamischen, multidisziplinären Team. Die Strafjustiz effizienter zu gestalten und dabei in einem agilen Umfeld zu arbeiten, ist sehr motivierend.
Was möchten Sie konkret zur Digitalisierung der Strafjustiz im Allgemeinen und zu HIS im Besonderen beitragen?
HIS ist seit 2025 eine öffentlich-rechtliche Körperschaft und hat die Möglichkeit, seine Rolle als Kompetenzzentrum für digitale Transformation in der Strafjustiz zu festigen und alle beteiligten Akteure in ihren Bemühungen um eine flüssigere und effizientere Arbeit voranzubringen. Da meine Stelle neu geschaffen wurde, habe ich die Chance, sie zu gestalten, und ich möchte insbesondere die lateinische Schweiz stärker bei HIS verankern. Beim Projekt ISJV – Informationssystem Justizvollzug – werde ich den Übergang in die Betriebsphase eng begleiten. Darüber hinaus bin ich für den neuen Geschäftsbereich, der sich mit KI befasst, zuständig.
Welcher Charakterzug prägt Sie in ihrem Berufsalltag?
Da möchte ich zwei nennen: Die Neugier, die mich antreibt, nachzuforschen und ständig dazuzulernen, sowie die Ausdauer, die mir ermöglicht, Dinge zu Ende zu führen.
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