Standards30.09.2025
Abschaltung des Sanity Check Service (SCS) per 30. September 2025
2 Minuten Lesezeit
Der seit 2020 eingesetzte Sanity Check Service (SCS) wird zum 30. September 2025 eingestellt. Grund dafür ist die Weiterentwicklung der Sicap-Standards: Seit diesem Jahr werden fachspezifische Informatikstandards für bestimmte Teilnehmer und Anwendungsfälle veröffentlicht. Dadurch sind die meisten Prüfpunkte des SCS bereits durch die Standards selbst abgedeckt – ein separates Test-Werkzeug wie der SCS bietet daher nur noch geringen Mehrwert.
Der SCS wurde entwickelt, um die technische Qualität und Konsistenz von Datenübertragungen zwischen verschiedenen Anwendungen in der Testphase sicherzustellen. Er prüft, ob die Datenstrukturen den Vorgaben entsprechen, und dokumentiert die Ergebnisse in Prüfberichten. Besonders hilfreich war dies, wenn Standards – wie eCH-0051 bis Version 2.11 – grosse Freiheiten bei der Definition von Datenstrukturen liessen.
Wer steht hinter dem SCS?
Der SCS wurde vom Verein VB (Vorgangsbearbeitung) betrieben und damit von Kantonen und Bund getragen. Die Steuerung und Verwaltung des Vereins VB ist dem Geschäftsbereich Sicap (Informatik-Standards der Strafjustizkette) angegliedert.
Warum wird der SCS abgeschaltet?
Die Erfahrungen mit dem SCS haben gezeigt, dass es sehr aufwändig ist, schweizweit gültige Prüfregeln im Rahmen eines wenig verbindlichen Standards zu definieren. Deutlich einfacher ist es, solche Regeln direkt in fachspezifischen Standards zu verankern – wie etwa im Standard eCH-0280 für Strafanzeigen im öffentlichen Verkehr.
Im Projekt «Redesign eCH-0051» wurde deshalb entschieden, die gewünschten Regeln nicht mehr über ein separates Werkzeug wie den SCS zu prüfen, sondern direkt in die jeweiligen Standards zu integrieren. Der Standard eCH-0051 wurde ab Version 3.0 zum sogenannten Basiskatalog weiterentwickelt, auf dem die spezialisierten Standards aufbauen. So kann die gewünschte Datenqualität heute auch ohne den SCS zuverlässig erreicht werden.
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